Eine Hommage an Niccolò Paganini

Das Trio Arpeggione präsentiert im Kaisersaal ein leidenschaftliches Konzert mit hohem Musikanspruch

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Ein Schmankerl der besonderen Art bot die Kultgemeinschaft Vienenburg mit dem Trio Arpeggione am Sonntag im Kaisersaal. „Viva Paganini“ war da nicht nur der schlichte Konzerttitel sondern zu wurde zur Hommage an den großen Geigenkünstler Niccolò Paganini (1782 – 1840).

„Man kann mit seinem Streichinstrument sprechen“, führte Carlos Johnson mit den einstigen Worten des Virtuosen Paganini in den Konzertablauf ein. „Er war ein Exhibitionist auf seinem Instrument, der sehr leidenschaftlich komponierte“, verdeutlichte er den besonderen Enthusiasmus Paganinis im Umgang mit der Geige. Schon zu Lebzeiten verbreitete sich der Ruhm Paganinis über Europa und viele Musiker versuchten ihm nachzueifern.

Wertvolles Musikerbe

So auch Ludwig Spohr (1784 – 1859) aus Nürnberg , den Johnson als „deutsche Paganini“ hervorhob. Einem damaligen „Chic“ folgend änderte er seinen Vornamen und wurde als Louis Spohr bekannt. Ihnen, und auch Francesco Molino (1774 – 1847), gehörten der Abend und das Konzert, in ebenso leidenschaftlicher wie ungewöhnlicher Besetzung vorgetragen von Carlos Johnson (Violine), Semjon Kalinowsky (Viola) und Andreas Schumann (Gitarre).

Durch unermüdliche Nachforschungen und leidenschaftliche künstlerische Tätigkeit trägt das Trio Arpeggione zu einer Renaissance dieser zu Unrecht vergessene Musik bei. Benannt haben sich die Musiker nach einem Arpeggione , einem im Jahre 1823 vom Wiener Geigenbauer Johann Georg Stauffer ( 1776 - 1853) erfundenes Streichinstrument, das Merkmale der Gitarre und des Violoncellos in sich vereinigt.

Durch das Aufspüren alter Noten-manuskripte in verschiedenen Europäischen Bibliotheken machen sie das wertvolle Musikerbe in ihren anspruchsvollen Konzerten der Öffentlichkeit wieder zugänglich. Mit diesem ausgesuchten Klassikkonzert, erfüllt mit großem Musikanspruch, geht die Kulturgemeinschaft in die Sommerpause.

nach Andrea Leifeld "Eine Hommage an Niccolò Paganini", in: "Goslarsche Zeitung", 01. Juli 2015

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