Rückblick

Gelungenes Konzert aus 21 CD-Produktionen

Julian Dawson gastiert nach 4 Jahren Pause wieder im Vienenburger Kaisersaal - Publikum geht begeistert mit - Beginn der Sommerpause

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Mit etwa 80 Besuchern war der Kaisersaal zum Konzert von Julian Dawson am Sonntagabend sehr gut besucht. Die Kulturgemeinschaft Vienenburg hatte den Singer und Songwriter aus England nach vier Jahren bereits zum zweiten Mal zu Gast.

Uli Kringler, der ebenfalls erwartet wurde, war kurzfristig verhindert. So falle das Konzert zwar anders, aber nicht schlechter aus, versprach Dawson. Nach einem a capella-Auftakt folgten wunderschöne Balladen, die der 1954 in London geborene Musiker mit seiner Gitarre begleitete.

Immer wieder streute Dawson Infos zu seiner Person, seinen Songs oder CDs zwischen den Titeln ein. Seine 21 unterschiedlichen CDs seien alle verkauft worden, so dass er schließlich ein neues „Best-of“-Album aufnahm, in dem ein Rückblick durch viele Jahre älterer und neuerer Lieder zu finden ist. So gab es auch bei dem Konzert einen bunten Querschnitt. Seit 40 Jahren, so versicherte Dawson, mache er Musik, genieße alles daran und sei dankbar und erstaunt, dass er das als „Rentner“ noch dürfe. Der Spaß an der Musik war deutlich zu spüren und wechselte sich eine Mischung aus Country, Folk und Blues ab.

Sofern ein „du, du, du“ in einem Lied enthalten war, hatte das das Publikum als Signal zum Mitsingen zu verstehen. Ein Stück hatte Dawson für seine Tochter geschrieben, als sie im Alter von 16 Jahren in Dänemark studieren wollte, viel zu früh, wie der Vater meinte. Nachdem er es am nächsten Tag seiner Tochter vorsang, weinten beide. „Jetzt seid Ihr dran“, meinte Dawson zu „I'm going to miss you“, dem das Publikum gebannt lauschte.

Während 20 der Alben mit eigenen Songs bestückt sind, produzierte Dawson mit „Nothing Like a Dame“ ein Album mit Coverversionen, die von Frauen gesungen oder geschrieben wurden. Auch daraus gab es eine Kostprobe mit einem Stück von Aretha Franklin.

„Vienenburg, are you ready to rock“ forderte Dawson die Gäste trotz der Hitze auf, sich zu „That's why God made Saturday Night“ doch vielleicht wenigstens dezent zu bewegen. Zumindest mit kräftigem Klatschen folgte das Publikum der Bitte und sang auch bereitwillig den „du, du, du“-Teil am Ende mit.

In der Pause war das Café geöffnet. Außerdem signierte Dawson in dieser Zeit die Tonträger und gab Autogramme. Mit dem Konzert geht die Kulturgemeinschaft in die Sommerpause.

nach Susanne Fricke: "Gelungenes Konzert aus 21-Cd Produktionen", in: "Goslarsche Zeitung", 29. Juli 2014 - Foto: Susanne Fricke.

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